Katholische Glaubensinformation Wien

Wander-Muttergottes

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Ein besonderes Geschenk für unsere Zeit ist die Wander-Muttergottes geworden. Diese Aktion ist entstanden aus der Not, dass es zu wenig Priester gibt, die ähnlich wie ein Wander-Prediger von Ort zu Ort ziehen können, um den Menschen wie ein Missionar noch einmal in neuer Weise das Evangelium zu verkünden.

Es war jene Zeit, in der auch der selige Papst Johannes Paul II. von der Notwendigkeit der Neu-Evangelisierung gesprochen hat. Da entstand die Idee: Die Muttergottes soll unser Wanderprediger sein! Die ersten 70 Statuen wurden angeschafft (ab 1983) und für sie Stützpunkte gesucht, d. h. Menschen, die sich bereit erklärten, dafür zu sorgen, dass die Muttergottes-Statue alle 2-4 Wochen zu einer anderen Person oder zu einer anderen Familie kommt. Das Echo ist bis heute erstaunlich:

Weil viele während dieser Herbergszeit zu beten beginnen, kann Gott bei ihnen Großes tun: manche finden einen neuen Zugang zum Glauben und zu Gott; bei manchen wird die Liebe in der Ehe erneuert; oft beginnt durch das gemeinsame Gebet ein neues Miteinander in der Familie und echte Hauskirche; andere finden einen Arbeitsplatz; wieder andere empfangen Kraft zur Versöhnung; viele erfahren Frieden für ihr Leben; manche finden ihren Lebensweg oder ihre Lebensberufung …

Dr. Madinger über die Wander-Muttergottes:

„Die Pilger-Fahrten der Wander-Muttergottes sind wie eine unaufhörliche Herbergs-Suche für Jesus und Ma­ria: Willst Du den Herrn in Deiner Wohnung auf­nehmen? In Deinem Herzen? In Deiner Familie?“

„Wer die Wander-Muttergottes in sein Heim und sein Herz aufnimmt, der nimmt Maria selber auf, die Mutter des Herrn ... Sie spricht so wie eine Mutter: voll Erbarmen, voll Güte, voll Verstehen und Mitfühlen.“

„Maria will Dir alles bringen, was der Himmel an Gnade zu geben hat: Jesus Christus, ihren Sohn!“

GM_Manuela-Herbergsfamilie.jpgRund 5000 Wander-Muttergottes-Statuen der KGI werden heute von unseren treuen Stützpunkten zu den Menschen in unserem Land getragen. Es ist eine lebendige und beständige Quelle des Segens.

Hinweis Hast Du Interesse daran, eine Wander-Muttergottes selber weiterzutragen und sie bei Deinen Bekannten, Nachbarn und Freunden pilgern zu lassen? Willst Du Stützpunkt der Wander-Muttergottes werden?
Hier findest Du nähere Informationen.

 


Zeugnisberichte

„In den vielen Jahren unserer Ehe ist durch die Alkoholsucht meines Mannes viel Unfrieden, Ärger und Lieblosigkeit entstanden. Ich kam an die Grenzen der Belastbarkeit. Es folgten gesundheitliche Probleme. Fernsehen war unsere Unterhaltung. In unerträglichen Tagen voll Verzweiflung fragte mich meine Schwester, ob ich die Wander-Muttergottes beherbergen will. Zuerst zögerte ich, weil mein Glaube schwach wurde und ich dachte, in meiner Situation kann mir niemand helfen. Doch schließlich nahm ich die Wander-Muttergottes doch zu mir nach Hause und stellte sie auf den Tisch des Wohnzimmers. Ich las auch in den Glaubensbüchlein. Der Satz ‚Vergib, dann wird dir vergeben werden’ beschäftigte mich sehr. Ich kam zur Einsicht, dass auch ich ständig unzufrieden war, meinem Mann Vorwürfe machte und das Gute an ihm zuwenig anerkannte. Nach langer Zeit des Schweigens sprachen wir miteinander über alles, was uns betrübte und krank machte. Wir beteten gemeinsam den Rosenkranz innig und voll Vertrauen zur Wander-Muttergottes mit der Bitte, uns zu helfen. Auch machten wir eine gemeinsame Wallfahrt. Unser Leben miteinander hat sich seither positiv gewandelt.
Mein Mann kam vom Alkohol los. Ich bin dankbar und im Glauben gestärkt. Danke, dass ich die Wander-Muttergottes beherbergen durfte.“ (Maria)

„Wie versprochen, schreibe ich Euch über das Wirken der Wander-Muttergottes in meiner Familie. Arbeiten und Geldverdienen stand bei uns an erster Stelle. Die Sonntagsmesse und das tägliche Gebet, das jeder für sich verrichtete, waren an zweiter Stelle. Eine Zeitlang ging alles wie gewünscht. Wir bauten ein schönes Haus, und fünf gesunde Kinder machten unsere Familie vollständig. Nur mein Mann wurde immer öfter krank. Große Schmerzen, Arztbesuche und starke Medikamente sind zum Alltag geworden. Die Diagnose: schwere Depressionen. Er konnte fast nichts mehr arbeiten. Es begann für uns ein Leidensweg, der unerträglich wurde. Es war unser Kreuzweg. Ich betete und weinte fast jede Nacht im Geheimen. Meine Verzweiflung war sehr groß, ich konnte mit keinem Menschen darüber sprechen. Mein Mann machte mir immer Vorwürfe, ich sei an allem schuld. Wenn er mich oft anschrie, wusste ich: ‚Das ist nicht er.‘ Oft fragte ich: Warum? Was hab ich nur verbrochen? Des Öfteren sagte mein Mann: ‚Ich will das gar nicht, aber ich weiß nicht warum, es geschieht ohne meinen Willen.‘ Mein Mann hat mir oft gesagt, dass er mich nicht verlieren will, dass er mich braucht und dass er mich liebt.
Am tiefsten Punkt der Verzweiflung kam meine Mutter mit der Wander-Muttergottes. Sie hatte keine Ahnung, wie groß unsere Verzweiflung war. Ich konnte das erste Mal mit ihr über unser Leid sprechen. Sie nahm mich in die Arme und hat mit mir geweint. Von diesem Tag an nahm unser Leben eine Wende. Meine Mutter betete sehr viel für mich. Seit diesem Tag bete ich jeden Tag den Rosenkranz. Ich spürte sofort die Gnade durch das Gebet. Es dauerte nicht lange, und mein Mann betete mit mir. Immer öfter beten wir gemeinsam mit unseren Kindern und Enkelkindern den Rosenkranz. Und es macht mir große Freude, die Wander-Muttergottes zu den Familien zu bringen. Durch die Wander-Muttergottes können diese Wunder geschehen. Danke!“ (Martha)

 „Ich war auf der Suche nach einer Lehrstelle und habe aus diesem Grund die Muttergottes-Statue aufgenommen. Ich hatte schon mehrere Absagen bekommen. Während die Wander-Muttergottes bei mir war, rief ich eine Firma an, bei der ich mich ein paar Wochen vorher beworben hatte. Und eine Woche später hatte ich einen Ausbildungsplatz. Danke, Jesus und Maria!“ (David)

 „Von meiner Mutter habe ich erfahren, dass es einem ehemaligen Schulkollegen von mir gar nicht gut ging. Ich wusste zwar, dass sein Vater vor ein paar Jahren an Krebs gestorben war, dass es ihm aber psychisch so schlecht ging, wusste ich nicht. Er litt an schweren Depressionen und konnte nicht mehr zur Arbeit gehen. Ich musste sofort an die Wander-Muttergottes denken. Ich wollte sie ihm bringen, doch gleichzeitig hatte ich große Zweifel, ob er sie nehmen würde. In unserer Schulzeit lief er nämlich immer mit schwarzer Kleidung herum, hatte Aufkleber von satanistischen Musikern auf dem Rucksack usw. Kein Idealkandidat für die Wander-Muttergottes, würde man meinen. Über seine Mutter bekam ich seine Handynummer, obwohl sie mir gleich sagte, dass er nicht abheben werde. Also schlug ich vor, einfach vorbeizukommen, und wenn er da ist, ist es gut, und wenn nicht, dann soll seine Mutter die Wander-Muttergottes aufnehmen.
Ich hatte großes Herzklopfen, als ich mich auf den Weg machte. Er war zu Hause. Wir plauderten ein bisschen und dann sagte ich, dass ich etwas für ihn mithätte. Ich packte die Wander-Muttergottes aus und gab sie ihm in die Hände. Er hielt sie ganz behutsam und sagte: ‚Wow, die ist aber schön!’ Ich wollte die Wander-Muttergottes in seinem Zimmer begrüßen, also gingen wir in den Keller, wo sein Zimmer lag. Ich musste erst mal schlucken, als wir hineinkamen. Es war fast stockdunkel, es gab nur zwei kleine Fenster, die Wände waren dunkel gestrichen und voller unheimlicher Plakate mit Vampiren und Ähnlichem darauf.
Wir begrüßten die Muttergottes mit dem beiliegenden Begrüßungsgebet. Ich mache es beim Weitergeben der Wander-Muttergottes oft so, dass jeder die Stelle wiederholen kann, die ihn am meisten trifft. Mein ehemaliger Schulkollege wiederholte folgende Stelle: ‚führe zurück, die fern von dir sind’. Dann beteten wir ein Gesätzchen vom Rosenkranz (er las im Betrachtungsheftchen mit) genau für dieses Anliegen. Zum Abschluss lasen wir noch einen Glaubensbrief gemeinsam. Ich ließ ihn einen aussuchen und er wählte den Glaubensbrief: ‚Entdeck die Liebe Gottes’. Ich musste mich sehr zurückhalten, denn fast hätte ich zu weinen begonnen, weil ich es nicht fassen konnte, was gerade geschah.
Wir plauderten noch eine Weile miteinander und er erzählte mir, was er schon alles versucht hatte, um aus seinen Depressionen herauszukommen: Lichttherapie, Reiki, Psychotherapie … Aber nichts half. Dass er einfach beten solle, auf diesen Gedanken hatte ihn noch niemand gebracht. Beim Verabschieden bedankte er sich noch ‚hundert Mal’, dass ich an ihn gedacht und ihm die Wander-Muttergottes gebracht hatte. Den ganzen Heimweg pries ich Gott für die Wunder, die Er tut.
Nach vier Wochen traf ich ihn wieder und fragte, wie es ihm ergangen sei mit der Wander-Muttergottes. Er sagte, dass es ihm wirklich schlecht ging an dem Tag, als ich ihm die Muttergottes brachte. Aber mit jedem Tag, den sie da war, wurde es besser. Er wolle sich jetzt umschauen nach einer neuen Arbeit und sein Leben neu ausrichten. Danke, Jesus und Maria, dass Ihr den Weg mit ihm geht!“ (Cony)